2026. Viele Bestandsimmobilien werden aktuell mit Modernisierungsbedarf angeboten. Käufer reagieren darauf deutlich sensibler als in den Jahren des starken Preisauftriebs. Der Grund ist simpel: Sanierungen sind teuer, Handwerkerkapazitäten begrenzt, und energetische Anforderungen steigen.
Ein Renovierungsstau zeigt sich oft in wiederkehrenden Themen: alte Heiztechnik, undichte Fenster, Dachzustand, Feuchtigkeit, Elektrik. 2026 wird dieser Zustand nicht mehr nur „zur Kenntnis genommen“, sondern in Euro umgerechnet und vom Angebotspreis abgezogen.
Für Eigentümer heißt das: Wer verkaufen möchte, sollte Mängel nicht kleinreden. Eine transparente Aufstellung schafft Vertrauen. In vielen Fällen lohnt es sich, kleinere Maßnahmen vor dem Verkauf umzusetzen, wenn sie die Attraktivität erhöhen und Besichtigungen erleichtern.
In der Immobilienbewertung sollten Modernisierungskosten realistisch angesetzt werden. Pauschalen helfen wenig. Entscheidend ist der konkrete Zustand der Bauteile und die regionale Kostenlage.
Fazit: 2026 ist ein Markt, in dem Substanz, Nachweise und ehrliche Zustandsbewertung den Preis bestimmen.